27.06.2016 | Klassenkampf

Perspektive-Tresen: Kämpfe in Frankreich

Seit Monaten finden in Frankreich massive Proteste gegen die geplante »Arbeitsrechtsreform« der sozial­demokratischen Regierung statt. Das Gesetz würde gravierende Verschlechterungen für die Lohnabhängigen bedeuten. Der stärkste Gewerkschaftsdachverband CGT fordert die Rücknahme des Gesetzes. Im Juli wird die entscheidende letzte Lesung in der Nationalversammlung stattfinden. Der Widerstand beinhaltet vielfältige Formen wie Großdemonstrationen, Platzbesetzungen, Streiks, Blockaden und militante Aktionen unter anderem gegen Banken. Verschiedene Kämpfe konnten durch die Proteste gegen die »Reform« gebündelt werden. Es wurden unter anderem Raffinerien blockiert, der Bahnverkehr wurde bestreikt und Aktivist*innen von Nuit Debout (Aufrecht in der Nacht) haben seit dem 31. März Plätze besetzt und organisieren Vollversammlungen. Nuit debout ist eine heterogene Bewegung, in der auch viele Menschen aktiv sind, die keine antikapitalistische Perspektive einnehmen. Deutlich hat sich die Bewegung jedoch von rassistischen Positionen distanziert. Der Staat reagiert mit polizeilicher Gewalt und Festnahmen. Der Journalist und Autor Bernard Schmid wird einen Vortrag zu der aktuellen Protestbewegung halten und über Strategien und Perspektiven des Widerstands sprechen.

Dienstag | 12. Juli 2016 | 19 Uhr | Bandito Rosso | Lottumstraße 10a

Tags: Frankreich, Gewerkschaft, Klassenkampf, Streik

29.06.2016 | Antira & Antifa

Abschiebungen von Rom*nja stoppen!

Seit Mai 2016 protestieren Rom*nja in Berlin für ihr Bleiberecht und das aller Rom*nja. Die Bundesregierung hat Albanien, Bosnien und Herzegowina, Kosovo, Mazedonien, Montenegro und Serbien als »sichere Herkunftsländer« eingestuft. Für Rom*nja sind diese Länder jedoch nicht sicher, sondern sie sind dort rassistischer Diskriminierung, Ausgrenzung und Gewalt ausgesetzt. Wir fordern ein bedingungsloses Einreise- und uneingeschränktes Bleiberecht für Rom*nja!

Demonstration | 10. Juli 2016 | 14 Uhr | Hermannplatz

Tags: Geflüchtete, Rassismus

05.05.2016 | Klassenkampf

Bericht vom 1. Mai 2016 mit Fotos

Am 1. Mai 2016 beteiligten sich etwa 250 Menschen am klassenkämpferischen Block auf der DGB-Demonstration. Die Revolutionäre 1.-Mai-Demonstration startete mit mehreren Tausend Menschen trotz des polizeilichen Verbots wie geplant vom Oranienplatz aus und zog durchs Myfest. An der Demonstration beteiligten sich insgesamt etwa 20 000 Menschen, die Berliner Polizei hat 13 000 Teilnehmer*innen angegeben. Die DGB-Demonstration begann wie in den letzten Jahren um 10 Uhr am Hackeschen Markt und zog mit einigen Tausend Teilnehmer*innen bis zum Platz des 18. März. Der klassenkämpferische Block beteiligte sich daran unter dem Motto »Klassenkampf kennt keine Grenzen!«. Bereits am 30. April 2016 fand in Berlin-Wedding die antikapitalistische Demonstration unter dem Motto »Organize – Nachbar*innen gegen Rassismus und soziale Ausgrenzung« mit mehreren Tausend Teilnehmer*innen statt.

Tags: 1. Mai, Klassenkampf

05.05.2016 | Antira & Antifa

Naziaufmarsch verhindern!

Am 12. März konnten tausende Neonazis, Hooligans, NPD- und BärGiDa-Anhänger*innen sowie selbsternannte »besorgte Bürger*innen« ungestört durch Berlin-Mitte ziehen. Enrico Stubbe, der diese Demo anmeldete, will nun am 7. Mai an seinen Erfolg anknüpfen. Unter dem Motto »Merkel muss weg – Wir schaffen das 2. Runde« wollen die Rechten vom Hauptbahnhof zum Kanzlerinnenamt laufen. Laut Polizeiangaben werden zu der Demonstration bis zu 5000 Rechte erwartet. Wir dürfen nicht zulassen, dass auch diese Demo ungestört laufen kann.

Kommt am 7. Mai 2016 um 13 Uhr zum Hackeschen Markt
Naziaufmarsch verhindern!

Tags: Antifaschismus, Nazigewalt, Rassismus

25.04.2016 | Antira & Antifa

Perspektive-Tresen: Bewaffnet gegen Nazis

Wenn über die französische Résistance geschrieben oder gesprochen wird geht es in der Regel um den nationalen Widerstand, der von General de Gaulle gegen die deutsche Besatzung geführt wurde. Tatsächlich aber gab es noch viele andere Gruppen, die organisiert gekämpft haben. 1941 nach dem Überfall Deutschlands auf die Sowjetunion rief die kommunistische Partei Frankreichs zum bewaffneten Kampf auf. In der kommunistischen Widerstandsgruppe FTP-MOI kämpften viele jüdische Immigrant*innen aus Osteuropa. Die Gruppe organisierte eine Vielzahl von Sabotageaktionen, Entgleisungen von Militärzügen und Tötungen von hochrangigen Nazis und deren Kollaborateuren. Im Februar 1944 wurden 23 MOI-Mitglieder nach einem Schauprozess hingerichtet. Anlässlich des 8. Mai – dem Tag der Befreiung – beschäftigen wir uns mit dem antifaschistischen Widerstand im besetzten Frankreich. Dazu wird es einen kurzen Vortrag zur Entstehung und Organisation der FTP-MOI geben. Außerdem zeigen wir den Film »Widerstandskämpfer im Ruhestand« des französischen Filmemachers Mosco Boucault von 1985. Im Film sprechen sieben Überlebende von ihrem Kampf gegen die faschistische deutsche Armee und von ihrer Trauer über den Verlust ihrer Familien und Mitkämpfer*innen.

Dienstag | 10. Mai 2016 | 19 Uhr | Bandito Rosso | Lottumstraße 10a

Tags: Bewaffneter Kampf, Frankreich, Geschichte, Rassismus

26.01.2016 | Sonstiges

Audiomitschnitt der Lesung und Diskussion mit Ellen Schernikau

Ellen Schernikau hat im Rahmen des Perspektive-Tresens »Schernikaus Blick auf die DDR« am 13. Oktober 2015 einzelne Abschnitte aus »die tage in l. – darüber, dass die ddr und die brd sich niemals verständigen können, geschweige mittels ihrer literatur« ihres Sohnes Ronald M. Schernikau gelesen. Das Werk ist Teil seiner Abschlussarbeit am Literaturinstitut Johannes R. Becher in Leipzig, an dem er als erster Westberliner von 1986 bis 1989 studierte. Der Text besteht aus zum Teil satirischen Alltagsbeobachtungen, Kommentaren und Dialogen über die gesellschaftliche Realität der DDR und der BRD. Ronald Schernikau legt im Text auch die Beweggründe für seinen Umzug in die DDR dar.

Tags: Klassenkampf, Kommunismus & Sozialismus, Perspektive-Tresen

11.01.2016 | Internationalismus

Audiomitschnitt zur Veranstaltung mit Nick Brauns zu Rojava

Am 8. Dezember 2015 hat der Journalist und Historiker Nick Brauns einen Vortrag bei unserem Perspektive-Tresen zum Thema »Rojava – Realität und Perspektive« gehalten. Es ging bei seinem Beitrag um eine Einschätzung des Projektes Rojava aus marxistischer Sicht. Dabei beleuchtete er zunächst die Geschichte der Revolution in Rojava und analysierte anschließend die aktuelle Situation bezogen auf die Ökonomie und Klassengesellschaft in Rojava. Die Selbstorganisierung in Rätestrukturen, der Aufbau von Kooperativen und der Befreiungskampf der Frauen waren ebenso Thema wie die Rolle der PYD und der Gesellschaftsvertrag. Es wurden Schwierigkeiten und Herausforderungen in Rojava beleuchtet, wie die Frage des Großgrundbesitzes, des Embargos und der taktischen Allianz mit den USA.

Tags: Internationalismus, Rojava, Syrien

27.09.2015 | Internationalismus

Kampagne Support Rojava

In Westkurdistan – Rojava – findet seit 2012 ein Prozess der Umgestaltung hin zu einem alternativen fortschrittlichen Gesellschaftsmodell statt. Der Islamische Staat (IS) konnte aus Rojava zurückgedrängt und weite Gegenden von seiner Kontrolle befreit werden. Im Juni 2015 befreiten Einheiten der kurdischen Volksverteidigungseinheiten YPG und der Frauenverteidigungseinheiten YPJ sowie »Burkan al-Firat«, ein Bündnis aus YPG und Teilen der FSA, die Stadt Tal Abyad vom IS. Dies war ein strategisch entscheidender Sieg, da die Stadt eine wichtige Nachschubroute für den IS darstellte. Rojava zeigt, dass es Alternativen zu Krieg, Besatzung, Unterdrückung und religiösen Fundamentalismus gibt. International gibt es verschiedene Solidaritäts-Initiativen für Rojava, zum Beispiel das »Internationale Freiheitsbataillon« in dem Kommunist*innen aus mehreren Ländern den Kampf vor Ort unterstützen oder die Hilforganisation Cadus, welche unter anderem eine mobile Klinik in Rojava aufbaut. Die Kampagne »Support Rojava« will über die verschiedenen Aktivitäten Öffentlichkeit schaffen und die Rolle der BRD und ihrer Nato-Verbündeter im Konflikt beleuchten.

 

Tags: Internationalismus, Krieg, Rojava, Syrien, Türkei und Kurdistan

22.03.2015 | Sexismus

Audiomitschnitt der Veranstaltung zu Feminismus und Marxismus

Am 10. März 2015 hat Detlef Georgia Schulze einen Vortrag bei unserem Perspektive-Tresen im Bandito Rosso gehalten. Im Vortrag wurde das Verhältnis von Marxismus und Feminismus beleuchtet. Die marxistische Position den Frauenkampf als Aspekt des Klassenkampfes zu betrachten, wurde dabei in Frage gestellt. Stattdessen betonte Detlef Georgia, dass das Geschlechterverhältnis ein Herrschaftsverhältnis ist, welches trotz gegenseitiger Beeinflussungen relativ unabhängig von den Klassenverhältnissen zu analysieren ist. Die verschiedenen Strömungen des Feminismus – liberaler, radikaler und sozialistischer Feminismus sowie der Queerfeminismus beziehungsweise dekonstruktivistische Feminismus – wurden dargestellt.

Tags: Frauenkampf, Klassenkampf, Sexismus

Bewegte Bilder

Veranstaltungstipps

10.07.2016 | 14:00 Uhr | Hermannplatz | Berlin | Demonstration: Abschiebungen von Rom*nja stoppen!

12.07.2016 | 19:00 Uhr | Bandito Rosso | Berlin | Veranstaltung: Perspektive-Tresen: Kämpfe in Frankreich

Aktuelle Newsletter

05.06.2016: Newsletter Nummer 045

05.05.2016: Newsletter Nummer 044

03.04.2016: Newsletter Nummer 043

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