31.07.2026 | Krieg
Veranstaltung: Marxistische Perspektiven auf die Militarisierung im Gesundheitswesen
Vortrag und Diskussion mit Geritt vom Verein demokratischer Ärzt*innen - Info- und Mobi-Veranstaltung zum Rheinmetall Entwaffnen Camp
Die Militarisierung der Gesellschaft schreitet voran und macht auch vor dem Gesundheitssystem keinen Halt. Krankenhäuser sollen »kriegstüchtig« gemacht werden. Für Berlin wurde dazu mit dem »Rahmenplan Zivile Verteidigung Berliner Krankenhäuser (ZVKH)« bereits eine Strategie verfasst wie die zivile Infrastruktur den Bedürfnissen der Bundeswehr untergeordnet werden soll. Krankenhäuser werden in militärische Planungen eingebunden. Die Beschäftigten des Gesundheitswesens werden nicht gefragt, sie werden einfach als personelle Ressourcen verplant. Im Kriegsfall wird von 1000 verletzten Soldat*innen pro Tag ausgegangen, die auch in zivilen Krankenhäusern behandelt werden sollen. Die Versorgung der Zivilbevölkerung wird dann hintenangestellt. Während die Krankenhäuser seit Jahrzehnten kaputtgespart werden, fließen nun Milliarden in die Aufrüstung. Die Ursache für die wachsende Kriegsgefahr liegt in den kapitalistischen Verhältnissen. Der Kapitalismus ist in einer tiefen Krise. Die geopolitischen und ökonomischen Konflikte um Ressourcen, Handelsrouten und Einflusssphären spitzen sich zu und führen zu einer weltweiten Hochrüstung. Gegen die Militarisierung haben Beschäftigte der Krankenhäuser in Berlin bereits mehrere Proteste organisiert. Der Verein demokratischer Ärzt*innen vdää* und die Internationalen Ärzt*innen für die Verhütung des Atomkrieges (IPPNW) engagieren sich ebenfalls gegen die Kriegsvorbereitung. Letztes Jahr hat vdää eine Broschüre gegen die Militarisierung des Gesundheitswesens herausgebracht. Bei unserer Veranstaltung wollen wir mit Geritt vom vdää* über die Militarisierung der Krankenhäuser sprechen und diskutieren wie eine marxistische Perspektive dazu aussehen kann. Geritt arbeitet als Arzt in einem Berliner Krankenhaus in der Rettungsstelle.
Außerdem werden wir bei der Veranstaltung aktuelle Infos zum Rheinmetall Entwaffnen Camp und dem revolutionären Barrio geben, welches vom 1. bis 6. September in Köln stattfindet. In Köln wollen wir unseren Protest gegen die Kriegsmaschinerie und Kriegspropaganda auf die Straße tragen. Wir werden nicht zulassen, dass die Rüstungsproduktion und alltägliche Militarisierung ungestört weiterlaufen. Im Rahmen des Camps wird es viele Aktionen, Workshops und Diskussionen geben. Kommt mit uns nach Köln und bringt euch ein!
Info- und Mobi-Veranstaltung | 20. August | 19 Uhr | BAIZ | Schönhauser Allee 26A
Tags: Antimilitarismus, Bundeswehr, Krieg